Winterwanderung 2018 bei Königswetter

 

 

Eine wiedergekehrte Tradition in Form der Winterwanderung, seit längerem erstmalig im letzten Jahr als Pilot gestartet, hat am vergangenen Samstag, den 24.02.18, die sportliche Spitze der Ferndorfer Tischtennis-Abteilung gemeinsam auf eine Auslandsreise Richtung Wittgensteiner Land geführt.

 

Bericht O.Flender

 

Dem ausgewiesenen Individualcharakter des Sports treu geblieben wurde sich anfänglich bei der Wahl der Anstoßgetränke im Zug auf dem Weg zu dem gewählten Startpunkt Lützel (7 Reisewillige mit 7 Arten der Pegelangleichung). In diesem frühen Stadium der Reise wurden diese allerdings immerhin noch gewollt gekühlt genossen, was im Laufe des Tages kein Rech auf Allgemeinheit erlangen sollte. Bei blauem Himmel, scheinender Sonne und eisigen Wegen kämpfte sich die Truppe tief hinein in die vom Frost geküssten Wälder und genoss die wohltuende Ruhe der Natur, die nur durch Seemannsgarnund andere Geschichten aus dem Bereich der Sagen und Mythen gestört wurde. Immer in Bewegung bleiben lautete die überlebenswichtige Devise; die Konsequenzen zu langen Verweilens wurde uns in Form einer aus Schnee geformten Kunstfigur einer vermutlich den umgebenden Wäldern beheimateten primitiven Kultur eindrucksvoll dargestellt. Riskante Pausen an prädestinierten Orten wurden nur dem Zwecke der Aufladung von Energiespeicher sowie Wiederherstellung des Flüssigkeitshaushalts eingelegt.

 

 

 

 

Eine Zwischenstation im Forsthaus Hohenroth, die in etwa die Hälfte des Weges markierte, wurde als Möglichkeit genutzt, die meisten der eingefrorenen Gliedmaßen wieder auftauen zu lassen, sanitäre Anlagen aufzusuchen und einfach kulinarische sowie kalendarische Überraschungen zu erleben. Von eisernem Willen getrieben schaffte die Truppe tatsächlich wieder den Absprung, um der drohenden Versackung in gemütlicher Atmosphäre entgegenzuwirken.

 

                                                                                                                                                                           

Den letzten Abschnitt der windigen und zusehends kälter werdenden Tour bewältigte man, begleitet von der hervorragenden Aussicht in die weite Ferne, vorbei an zugefrorenen Bächen, zwielichtigen Knusperhäusern und „wenigen steilen Stichen“, immer das Ziel vor Augen, den anvisierten Platz für das ausgiebige Abschlussessen zu erreichen. Leider hatte die derzeit grassierende Grippewelle keinen Halt vor der Abgeschiedenheit des Gasthofes zur Siegquelle gemacht. Bei der Ankunft wurde entsetzt festgestellt, dass die Lokalität geschlossen war. Eine verlängerte Verschnaufpause an windgeschützten Stellen verschaffte dem Fahrdienst (danke Papa Müller!) die Chance, zur Gruppe vorzudringen und sie zu sicherem Port nach Netphen ins Restaurant Stella zu geleiten, wo man sich der unterkühlten und geschafften Meute gern annahm. Den Abschluss des rundum gelungenen Tages – ein aufgehender Stern am Himmel der Wanderwarte entsandte erste Strahlen gen Kosmos – genoss man bei verschiedensten flüssigen und festen Genussmitteln in der Casa Müller in familiärer Atmosphäre und ließ die vergangenen Kilometer bei wachsender Müdigkeit Revue passieren.

 

Impressionen:

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